energetische Fassadensanierung und Fassadengestaltung

König-Georg-Gymnasium von Hans Erlwein wird Krankenhaus

Zwischen 1905 - 07 als König-Georg-Gymnasium durch Stadtbaurat Hans Erlwein errichtet, erfuhr das Gebäude nach Teilzerstörung 1945 eine Nutzungsänderung zum Klinikgebäude.

Mit den beschränkten Mitteln der Nachkriegszeit erhielt das Gebäude um 1950 in Teilbereichen eine Aufstockung. Damit war eine erhebliche Veränderung der Gebäudeerscheinung verbunden.

Obgleich das Gebäude heute unter Denkmalschutz steht, kam ein Rück- und Umbau zur ursprünglichen Geometrie nicht in Betracht.

Fassadensanierung der Nachkriegs-Aufstockung - Wärmeschutz- und Architekturaufgabe zugleich

Im Zusammenhang mit dem Dachumbau galt es deshalb, die nachträgliche Aufstockung architektonisch in Bezug zum ursprünglichen Baukörper zu stellen und gleichzeitig Wärme- und Sonnenschutz zu realisieren.

Mit der gewählten Entwurfslösung wird der kräftigen, plastischen vertikalen Gliederung der Erlweinschen Fassadenarchitektur eine klare horizontale Gestaltung des 3. Obergeschosses durch die vorgehängte hinterlüftete Fassade zum Ausgleich gebracht.

Damit wird mit zeitgemäßen Mitteln ein architektonischer Ausgleich für das Fehlen des ursprünglichen hohen zusammenfassenden Daches erreicht.

Der undokumentierten und nicht regelkonformen vorgefundenen Bausubstanz aus der Nachkriegszeit musste mit sehr hoher Flexibilität in Planung und Bauausführung begegnet werden.

Bauausführung 11/2009 - 12/2010
Leistungsphasen HOAI : 2 - 8
Auftraggeber  Abteilung Bau und Technik des UKD