Forsthaus Kreyern, Umbau und Sanierung

Ort sächsischer Geschichte

Innerhalb des kursächsischen Wildgeheges Moritzburg diente das Forsthaus Kreyern seit seiner Erbauug 1628 der Beherbergung von Jagdgesellschaften und zugleich als Sitz einer Forstverwaltung. Diese hatte bereits seit 1557 im aufgelösten Dorf Kreyern bestanden.

Unter wechselnden Umstanden dauerte die Nutzung als Forstverwaltung bis in die Gegenwart an. Ein Brand zerstörte 1842 den Renaissance-Vorgängerbau. Der Wiederaufbau erfolgte1847 auf den alten Grundmauern.

Nachdem in den letzten Jahrzehnten vor der Generalsanierung keine Erhaltungsaufwendungen mehr den Gebäudebestand pflegten, ergaben sich Möglichkeit und Notwendigkeit, das vom fortgeschrittenen Verfall gezeichnete Anwesen einer grundhaften Erneuerung zuzuführen.

Symbiose aus Denkmal und zeitgemäßer Innenraumgestaltung

Neben Erhalt, Sicherung und Restaurierung aller bauhistorischen Spuren eröffnete sich ein mit Bedacht auszulotender Spielraum zur Ergänzung mit architektonischen Elementen unserer Zeit.

Mit vergleichsweise einfachen Mitteln und geringem Aufwand ist es gelungen, dem Gebäude eine unverwechselbare Atmosphäre zu verleihen, in der Geschichte und zeitgemäße Nutzung durch die sächsische Forstverwaltung eine Symbiose eingehen.

Mit der Einrichtung einer modernen Wildverarbeitungsanlage im Nebengebäude findet auch die jagdliche Tradition des Anwesens eine Fortsetzung.

Forsthaus und Wildaufbereitungsanlage werden mit einer Pelletheizung beheizt.

Bauausführung: 07/2003 - 06/2005
Leistungsphasen HOAI: 2 - 8
Auftraggeber: SIB Nl Radeberg